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Die Feier der heiligen Liturgie

Es gab Zeiten in der Kirche, in denen unter Liturgie lediglich die zeremonielle, d.h. hübsche, aber letztlich nicht notwendige Ausschmückung unserer Gottesdienste verstanden wurde. So konnte der Züricher Reformator Ulrich Zwingli (1484-1531) sagen: Zeremonien sind notwendig, „damit die sach nit gar dürr und rouw verhandlet und der menschlichen blödigkeit auch etwas zugegeben wurde.“

Dagegen macht das 2. Vatikanische Konzil (1962-1965) in der Konstitution über die heilige Liturgie deutlich, dass Liturgie als Feier der Kirche zu verstehen ist und Kirche alle Gläubigen heißt.

Die liturgischen Dienste basieren auf der Würde des getauften und gefirmten Christen, und so hat jeder und jede Gläubige grundsätzlich das Recht, in der Liturgie mitzuwirken. Darüber hinaus heißt es in der Einführung zum neuen Messbuch:

„Die Gläubigen mögen gerne bereit sein, dem Volk Gottes in Freude zu dienen, wenn sie gebeten werden, in der Feier einen besonderen Dienst zu übernehmen.“