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Die Geschichte der Pfarrei St. Ägidius und ihre Seelsorger

Über den Zeitpunkt, wann die Pfarrei St. Ägidius errichtet wurde, gibt es keine Urkunden. Schon im Jahr 1232 wird zwar ein gewisser „Eberhard“ als Pfarrer von Vilseck genannt; urkundlich bezeugt ist allerdings erst 1317 ein „Her Rudger, pfarrer ze vilsekke“.

Im Pfarrverzeichnis des Bistums Regensburg aus dem Jahr 1326 wird Vilseck als eine Pfarrei des Dekanates Schwandorf genannt; die Bürgerschaft klagte beim Grabengericht 1394, „dass ein Pfarrer von Rechts wegen und nach altem Herkommen zu Vilseck häuslich sitzen“ solle. (Hierold)
Mindestens seit 1438 war Vilseck mit Schlicht vereinigt; vermutlich aber schon einige Zeit vorher, denn in den Pfarreienverzeichnissen und Vikariatsrechnungen von 1326-1430 ist entweder nur Vilseck oder nur Schlicht aufgeführt. 1451, 1508, 1551 und 1606 wird Vilseck als Filiale von Schlicht bezeichnet.

Als 1615 von Bamberg aus in Vilseck wieder der katholische Glaube eingeführt wurde, kam nach dort ein eigener katholischer Pfarrer; der Bischof von Bamberg behielt die Pfarrer von Vilseck unter seiner Rechtssprechung, erst 1661 wurde die Pfarrei dem Bischof von Regensburg unterstellt, wobei das Präsentationsrecht bis zur Säkularisation beim Bischof von Bamberg blieb, dann übernahm es der bayerische Landesherr, seit 1918 wird die Pfarrei vom Bischof von Regensburg frei verliehen. (aus: Matrikel des Bistums Regensburg 1997, S. 749)

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