Pfarrer Helm gehen Predigtthemen nicht aus.
Frauenbund bewirtet Senioren.
Das Fest Hauptfest Kreuzerhöhung zog am Montag viele Besucher auf den Berg, wo das Patrozinium der Bergkirche gefeiert wurde. Immer am 14. September gedenkt die Kirche der Kreuzauffindung im Jahre 335. Damals wurde das Kreuz Christi in Jerusalem erhöht und zur Verehrung gezeigt.
Dekan Thomas Helm, Stadtpfarrer von St. Martin Amberg, zelebrierte mit Pfarrer Hrudaya Madanu und Pfarrvikar Christian Ogu den Festgottesdienst. Der Kirchenchor Vilseck umrahmte die Feier in gewohnt festlicher Weise mit passenden Gesängen. „Herr, was willst du, das ich tue?“ Diese Frage sollten wir uns immer wieder stellen, meinte Pfarrer Helm in seiner Predigt, denn jeder habe eine eigene Berufung vom Herrn erhalten. „Hören wir tief in unser Herz hinein, dann spüren wir, was uns Gott sagen will. Wenn wir im Zeichen des Kreuzes die Nachfolge Christi ernst nehmen, dann wird uns Gott Glaube, Hoffnung und Liebe schenken und die Kraft, die Welt um uns zu erneuern, so der Priester. Pfarrer Thomas Helm, der zum 10. Mal beim Bergfest gepredigt hatte, versicherte am Schluss, dass es ihm jedes Mal sehr gut an diesem Wallfahrtsort gefalle und meinte: „So lange mir die Predigtthemen nicht ausgehen, werde ich immer wieder gerne kommen.“ Vom Beifall der Besucher angeregt, lud er sich danach auch gleich selber zum nächsten Bergfest ein. Nach Erteilung des Wettersegens ging es nicht nur für die Priester mit dem Spruch „Erst die Mess‘, dann die Mass!“ zum gemütlichen Teil auf den Festplatz hinaus.
Der Tag des Frauenbundes bescherte dem Bergfest einen überaus großen Besucherstrom. In der Kirche feierten die Zweigvereine Schlicht, Hahnbach, Schnaittenbach und Sulzbach-Rosenberg mit dem Vilsecker Frauenbund die Eucharistie. Pfarrer Herbert Mader sprach am Gedenktag der sieben Schmerzen Mariens von der Standhaftigkeit der Gottesmutter. „Sie blieb nicht nur am Leid ihres Sohnes hängen“, so der Geistliche, „denn Gott wandelte ihre Schmerzen in Freuden und nahm sie in den Himmel auf. In dieser Hoffnung dürfen auch wir zuversichtlich durchs Leben gehen.“
Seniorentag
Zur Halbzeit des Bergfestes ist es üblich, dass sich mittwochs zur Mittagspause auch die Mitarbeiter der Vilsecker Firmen, der Stadtverwaltung und des Bauhofs auf dem Festplatz hinter der Bergkirche einfinden, so auch in diesem Jahr. Sie versorgten sich bei den Verkaufsständen der Wasserwacht und des Fußballvereins mit dem, was ihr Herz und ihr Magen gerade begehrten. Kurz danach tauchten auch schon die nächsten Gäste auf, denn es stand der Seniorentag auf dem Programm, eine der beliebtesten Veranstaltungen des Bergfestes. Am Nachmittagsgottesdienst auf dem heiligen Berg der Vilsecker, so wie Pfarrer Alois Berzl von St. Michael Amberg den Axtheid-Berg nannte, nahmen viele Gläubige aus Nah und Fern teil. Auch bei dieser heiligen Messe sprach der Prediger über das Thema der Woche, das Kreuz. „Das Kreuz ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Glaubens, denn es verbindet Himmel und Erde“, bekräftigte Pfarrer Berzl. „Es verbindet aber auch die Menschen untereinander. Wir machen das Kreuzzeichen ja nicht nur von oben nach unten, sondern auch von links nach rechts. Dies soll uns daran erinnern, dass auch die Menschen neben uns Zuwendung und Nähe brauchen“, sandte er eine klare Botschaft.
Was aber nach dem Seniorengottesdienst keinesfalls fehlen durfte, war eine gemütliche Kaffeestunde. Dafür sorgte wie schon seit vielen Jahren wieder der Frauenbund Vilseck, der an einer üppig bestückten Kuchentheke die Besucher mit Kaffee, Kuchen und Torten verwöhnte. Nach dem abendlichen Fatimarosenkranz ging es zum Drechselberger Kreuz, wo Pfarrvikar Christian Ogu eine kurze Andacht hielt.





