Segensreiche Bergfestwoche zu Ende.

Die letzten Bergfesttage nutzten viele Gläubige, Wallfahrer und Gäste zum wiederholten Besuch auf dem Axtheid-Berg. Die Glaubenswoche bot für Jung und Alt, was das Herz begehrt. Viele fanden bei den Gottesdiensten und Andachten Ruhe und innere Einkehr. Andere wiederum saßen auf dem Festplatz bei guten Gesprächen gesellig beisammen und genossen dabei nicht nur Kulinarisches sondern auch den einen oder anderen stimmungsvollen Sonnenuntergang.

Der Donnerstag brachte Kolpingsfamilien, KAB-Verbände und MMC-Abordnungen mit ihren Bannern im Gottesdienst zusammen. Stadtpfarrer Hrudaya Madanu und Regionaldekan Markus Brunner von St. Georg, Amberg, begrüßten an diesem Tag auch die Wallfahrer aus Schlicht mit ihren Ministranten und den Kirchenchor, der unter Leitung von Heinz Krob die Messfeier mit frischem Gesang umrahmte. „Hier spürt man, dass die Kirche lebt und ein sichtbares Glaubenszeugnis ablegt“, stellte Pfarrer Brunner beeindruckt fest. Dem Kreuz Christi auch nach Schicksalsschlägen zu folgen, sei nicht immer einfach, machte er deutlich. Doch nur das beständige Gehen hinter dem Kreuz führe uns schließlich zum Ziel bei Gott.

Am Freitag bevölkerten Kinder und Jugendliche den Berg. Bereits um die Mittagszeit hielt der Kindergarten St. Josef eine Andacht. Dabei trugen die Kleinen ihre Bitten und Lieder vor. Pfarrer Madanu erteilte jedem Kind seinen Segen. Abends wallten junge Christen mit Lukas Schöpf und Pfarrvikar Christian Ogu zur Bergkirche, wo Kaplan Marvin Schwedler aus Amberg einen lebendigen Gottesdienst feierte, in den er die jungen Leute mit einbezog. Die Grafenwöhrer Schola „In your name, we are here“ gab der Feier mit rhythmischem Gesang eine besondere Note.

Leider beteten am Samstag nur wenige Gläubige den Kreuzweg in der Lindenallee. Pater Seraphin vom Mariahilfberg Amberg sprach im Gottesdienst über den heiligen Franz von Assisi und dessen Glaubensweg. Er wies auf das große Jubiläum des Heiligen hin, nämlich „800 Jahre Franziskus“, das in diesem Jahr gefeiert wird. In der heiligen Messe drückten die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors Sorghof, geleitet von Gerhard Kraus, mit beschwingten Liedern ihre Freude aus, die auf alle übersprang.

Passend zum Weltkindertag feierte man am Sonntag den Tag der Ehe und Familie. Der einzige Gottesdienst, der in diesem Jahr im Freien stattfand und zu dem auch die Wallfahrer aus Freihung gekommen waren, entwickelte sich zum Höhepunkt des Bergfestes. Dazu trug besonders der neugegründete Kinderprojektchor der Pfarreiengemeinschaft (PG) bei, den Organist Franz Winklmann unter Mithilfe von Monika Krieger, Carolin Weiß und Katharina Kreuzer auf die Beine gestellt hatte. Mit voller Begeisterung und im Wechsel mit dem Kirchenchor sangen sich die Kinder in die Herzen der Besucher.

Pfarrer Alfons Schöpf, der neue Ruhestandsgeistliche der PG, stand als Hauptzelebrant mit Stadtpfarrer Hrudaya Madanu, Pfarrvikar Christian Ogu und Pfarrer Benny Joseph aus Freihung am Altar. Pfarrer Schöpf appellierte in seiner Predigt an alle Eltern, ihre Kinder zu fördern, ihnen von Gott zu erzählen und den Glauben an sie weiterzugeben. Abschließend lud Martin Melchner, Beauftragter für Ehe und Familie im Dekanat Amberg-Sulzbach, Eheleute und Verliebte zu einer Beziehungsreise „Herz voraus – Himmel im Blick“ ein und verteilte Bierdeckel mit den acht angebotenen Veranstaltungsterminen. Leider weinte der Himmel am Abend noch ein paar Tränen, und deshalb fiel die Lichterprozession zur Pfarrkirche aus.

Nach der Vesper und dem Abschlusssegen ging eine segensreiche Woche auf dem Berg zu Ende. Die Pfarrei Vilseck kann ein positives Fazit über die Bergfestwoche ziehen. Pfarrer Madanu lobte die vielen Besucher, die die religiösen Angebote genutzt hatten. Ein großes Vergelts Gott sagte er allen, die bei diesem Bergfest ehrenamtlich im Einsatz waren.

Einige Startschwierigkeiten habe es beim eingeführten Parksystem gegeben, meinte Kirchenpfleger Franz-Josef Einhäupl. Zwar hätten sich nicht alle Atofahrer an die gewünschte Regelung gehalten, aber der Großteil sei einsichtig gewesen und habe das Konzept befürwortet, dankte er den Verkehrsteilnehmern. Dennoch würden sich die verantwortlichen Gremien erneut mit dem Thema Parken beschäftigen müssen, fügte er hinzu. Auch die Essen- und Getränkeanbieter sowie die Verkaufsständebetreiber waren mit ihren Umsätzen zufrieden, da auch der Wettergott in diesem Jahr recht gut mitgespielt hatte.