Mit einer eucharistischen Prozession begann am Wochenende das traditionelle Vilsecker Bergfest im Ortsteil Axtheid-Berg. Stadtpfarrer Hrudaya Madanu und Pfarrvikar Christian Ogu trugen das Allerheiligste von der Pfarrkirche hinauf auf den Berg. Im Abendgottesdienst sprach Pfarrer Madanu über das Kreuz, unter dessen Zeichen sich der Berg wieder mit Leben und Glaubensfreude füllt. Der Kirchenchor Vilseck, geleitet von Franz Winklmann, gestaltete die Feier schwungvoll mit. Der Priester bedankte sich besonders bei allen Pfarrgemeinde- und Kirchenräten für ihre ehrenamtlichen Dienste in der Pfarreiengemeinschaft und wünschte allen Besuchern ein segensreiches und frohes Bergfest.
Kirchenpfleger Franz-Josef Einhäupl erläuterte die geänderte Parkplatzsituation. Das Parken rechts neben dem Aufgangsweg sei aus Sicherheitsgründen nicht mehr gestattet, erklärte er und bat, dies zu respektieren. Auch wies er auf den neuen „Sternenhimmel“ im Altarraum hin, dessen Entstehung einem stellenweisen Deckenputz-Absturz geschuldet sei. „Der Schaden konnte kurzfristig behoben werden und stellt keine Gefahr für die Kirchenbesucher dar“, so Einhäupl. Jedoch sei in den nächsten Jahren eine größere, kostenintensive Baumaßnahme am Dachstuhl der Bergkirche erforderlich, kündigte er an. Auch das von einem Wintersturm zerstörte Wegkreuz am Aufgang zur Lindenallee werde demnächst wieder renoviert und aufgestellt, versicherte er. Für die gute Zusammenarbeit in allen Angelegenheiten rund um das kleine Gotteshaus dankte der Kirchenpfleger besonders Bürgermeister Thorsten Grädler, Architekt Hans Ernst und Pfarrgemeinderat Reinhard Bauer.
Der angenehme Herbstabend bescherte den Geschäften hinter der Bergkirche viele Gäste, die sich am FV-Grill und bei der Wasserwacht allerlei Herzhaftes gönnten. Auch am Gebäckstand der Familien Bücherl und Berger, sowie bei den Donuts und beim Eisverkauf war immer etwas los. Auch Wirt Daniel Liermann war mit dem Getränkeabsatz zufrieden, zumal die Besucher in diesem Jahr erstmals eine neue Teerdecke unter den Füßen hatten.
Am Sonntag war allerdings Regenwetter zu verkraften. Zum Motorradgottesdienst, der nicht im Freien stattfinden konnte, begrüßte Pfarrer Daniel Fenk aus Grafenwöhr auch die etwa 20 Biker, die mit ihren fahrbaren Untersätzen gekommen waren. Vom Bikergruß spannte er den Bogen zum Kreuz, dem Zeichen der Hoffnung. Es verbinde Menschen aller Altersgruppen und Glaubensrichtungen, über Herkunft und Lebenseinstellungen hinweg. „Wir dürfen sicher sein, dass das Schwere in unserem Leben nicht das letzte Wort hat“, war sich der Geistliche sicher. „Wir fallen nie aus Gottes Händen. Darum ist das Kreuz nicht Zeichen des Scheiterns, sondern der Auferstehung.“ Nach der heiligen Messe, die von der Bläsergruppe „Vilsblech“ eindrucksvoll umrahmt wurde, sprach Pfarrer Fenk ein Segensgebet für alle Verkehrsteilnehmer. Doppelt gesegnet mit Regen- und Weihwasser machten sich die Biker nach dem Mittagessen mit ihren Maschinen wieder auf den Heimweg.
Leider klarte der Himmel an diesem Sonntag nicht mehr auf. So war die Kinderandacht mit der Poppenrichter Gemeindereferentin Regina Probst schwach besucht. Beim abendlichen Taizégebet mit Diakon Dieter Gerstacker und Erika Geissler klang das erste Bergfestwochenende entspannt aus.





