In der Bergkirche katholische und evangelische Christen vereint. 

 

In guter ökumenischer Gemeinschaft treffen sich katholische und evangelische Christen alljährlich beim Vilsecker Bergfest.

Zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Bergkirche begrüßte Diakon Dieter Gerstacker den Pfarrer der evangelisch-lutherischen Christuskirche Sulzbach-Rosenberg, Dr. Roland Kurz. Vom Schall der Posaunen erfüllt war das kleine Kirchlein, als der Posaunenchor Thansüß unter Leitung von Heinrich Müller das Lied „Lobe den Herren“ anstimmte.

Die Predigtreihe über die Märtyrer der NS-Zeit setzte Pfarrer Kurz mit Dietrich Bonhoeffer, einem lutherischen Theologen fort. Der 1906 in Breslau geborene Bonhoeffer kam 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg durch den Strang ums Leben. Er war nach seinem Studium Studentenpfarrer in Berlin, später auch im Ausland als Pfarrer tätig. Ab 1933 nahm er öffentlich Stellung gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung und leitete das Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Finsterwalde. 1940 erhielt er Rede- und Schreibverbot. Als Widerstandskämpfer wurde er mit dem Attentat auf Hitler in Verbindung gebracht und deshalb 1943 verhaftet.

„Nichts kann uns trennen von der Liebe Christi! Davon war er überzeugt bis zu seiner Hinrichtung“, so der Prediger. Sein unerschütterliches Gottvertrauen habe Bonhoeffer Kraft gegeben im Glauben, dass Gott aus allem, selbst aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen könne. Im Gefängnis schrieb er am 19. Dezember 1944 als Weihnachtsgruß an seine Eltern und an seine Verlobte die tiefsinnigen und weltweit bekannten Verse „Von guten Mächten treu und still umgeben“.

Dieses Lied sang die Gemeinde mit Unterstützung des Posaunenchors nach dem Glaubensbekenntnis und den Fürbitten. Mit dem Friedensgruß bekräftigte man die Verbundenheit beider Konfessionen. Der Segen und das „Großer Gott, wir loben dich“ beendeten die ökumenische Feier.